Leichte TripHop Beats und intensive Emotionen – was bislang in deutscher Sprache wenig zu hören war, beschreibt die Musik der Solokünstlerin Keezaa am besten.

„Ich bin selbst noch etwas überrascht mich hier gefunden zu haben“ sagt Tanja Möbius über ihren musikalischen Seelenort. Ihr Weg begann vor über 15 Jahren als Sängerin in einer Rockband. Und das Rockige durchzog von da an ihre Laufbahn wie ein roter Faden. In unterschiedlichen Bands belebte sie die Texte ihrer Bandkollegen mit ihrer sprühenden Energie und brachte eigene Zeilen und Gedanken mit ein. „Es war immer schön und besonders an der Entstehung mitzuwirken und mit diesen vielen verschiedenen Songs auf der Bühne zu stehen, dennoch waren sie kein Teil von mir.“
Die Pandemie hat sie als Chance wahrgenommen ihrem Bauchgefühl nachzugehen, an sich zu arbeiten und sich musikalisch zu emanzipieren.
In der Wahrnehmung, dass weibliche Vorbilder in der Musik noch immer unterrepräsentiert sind, möchte Tanja heute als selbstbewusste Frau mit einer starken Bühnenpräsenz nicht nur gehört werden, sondern andere bestärken ihren Weg zu gehen. Frei von Selbstbeschränkungen, Stereotypen-Dasein und Schubladendenken. Ihre Texte sind klar, emotional und anspruchsvoll. Stimmungen werden von Samples getragen und manchmal zuweilen herausgefordert und konterkariert. „Nicht alles ist immer seicht und zum Wohlfühlen und Abschalten – es geht mir darum, dass die Menschen mich und sich in meinen Songs in allen Facetten und Gefühlen wiederfinden.“

Tanja Möbius wuchs als Tochter eines Musikers auf und hat dennoch erst spät den Schritt ans Mikrofon und auf die Bühne gemacht. Der Rückhalt ihrer Familie ist ihr wichtig, wobei sie auch großen Wert auf den Austausch mit musikalischen Wegbegleiter:innen und Freund:innen legt. Nach 12 Jahren als Sängerin in verschiedenen Bandkonstellationen, reifte Anfang 2017 immer mehr der Wunsch, als Solokünstlerin auf der Bühne zu stehen. Sie wollte mehr von sich preisgeben, die eigenen Gedanken und Gefühle mitteilen. Direkt, ungefiltert und ehrlich. Sie wünschte sich Unabhängigkeit, mit dem Ziel ihre Musik so spielen, wie sie sie wirklich fühlt. Ohne Kompromisse.

Ihre erste Single als Solokünstlerin trägt den Titel ‚Schon ok‘ und hat unter dem Arbeitstitel Karstadt bereits viele Jahre in der Schublade gelegen, bevor er – gespiegelt durch die neue Interpretation mit neuem Tempo und starken Samples – zu ihrem Debüt als Keezaa reifte.
Ergriffen und getrieben von dem Feedback auf den Song, entstanden schnell weitere Titel die dem Genre des deutschsprachigen, modernen TripHop zuzuordnen sind: rhythmisch, atmosphärisch, aber nie kleinlaut. Eine ausdrucksstarke Stimme, die so viel zu erzählen hat!

„Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“

Victor Hugo